Wie Du Deinen Flow in der neuen Arbeitswelt findest - Mit Jonas Vossler-Winkelmann
So kann sich Flow anfühlen
Spaß, Kontrolle, tiefer Fokus und hohe Konzentration, das Bewusstsein darüber verlieren, dass Du selbst die handelnde Person bist - als würde sich die Aufgabe von ganz alleine erledigen. Die Neuartigkeit der Herausforderung aktiviert Deine gesamte Aufmerksamkeit. Sobald Du beginnst zu reflektieren, was Du tust, ist der Flow vorbei. Denn Flow bedeutet, etwas mit hohen Selbstzweck nur für die Sache zu tun. Dabei ist es wichtig, dass das Ziel klar definiert und sinnstiftend ist, damit Du das Gefühl hast, es sei die Anstrengung wert. Die Motivation kann von außen herangetragen werden oder intrinsisch entstehen. Entsprechend der Self-Determination-Theory, Bestandteil der Motivationspsychologie, entsteht intrinsische Motivation unter anderem durch das Wissen, die Fähigkeit zu haben eine Aufgabe zu bewältigen und dieses auch mühelos anwenden zu können. Flow ist ein Zyklus, weshalb der Zustand sich nicht für den ganzen Arbeitstag einplanen lässt. Stattdessen ist es wichtig, sich Pausen zur Erholung zu nehmen. Denn durch den Automatismus des Flows werden Neurotransmitter ausgeschüttet, die anschließend wieder aufgefüllt werden müssen.
Den Flow-Zustand erreichen
Dir steht eine Aufgabe bevor und Du möchtest dich an dem Flow-Phänomen versuchen? Dann starte am besten damit, die Aufgabe wahrzunehmen und Dich zu fragen, was Dich dabei zurückhält dich vollends hinzugeben. Diese Übung zielt auf Deine mentale Fitness ab. Denn es kann Dir kognitives wie Deine Emotionen oder ein physiologischer Prozess, wie Nervosität, im Weg stehen. Hier findest Du einige weitere Verhaltenstipps für Deinen Flow:
Plane Deepwork-Phasen entlang Deines persönlichen Biorhythmus, den Du anhand Deines Chronotypen bestimmen kannst. Setze auch Pausen gezielt in Deine Ruhephasen, um Deinen Flow zu finden.
Stelle Dir die Frage, was Deine Motivation hindert. Vielleicht kannst Du Deine Umgebung ruhiger gestalten oder Dein eigenes Verhalten optimieren, um Konzentration zu fördern.
Flow misst sich durch Deine physiologische Balance, weshalb Atemübungen Dir dabei helfen können, das autonome Nervensystem auszubalancieren. Am besten nimmst Du Dir vor einer Arbeitsphase Zeit für die Übungen.
Dein Weg zum Flow
Hast Du Lust, mehr den individuellen Flow und Flow im Team zu erfahren? In seinem New Performance Podcast spricht Benjamin mit Jonas Vossler-Winkelmann, CEO und Mitgründer von FlowLab, darüber, wie Du Dich in den Flow Zustand versetzen kannst und welche wissenschaftlichen Facts hinter dem Phänomen stecken. Jonas ist ein Experte für das Thema Flow im deutschsprachigen Raum. Nach Stationen in der Innovationsberatung und Start-up-Forschung gründete er gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Junge das Institut für angewandte Spielwissenschaft.